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Warum du gerade zögerst, obwohl du weißt, dass dir Hilfe guttun würde



Du liest über Unterstützung, über Wege, über Möglichkeiten, und ein Teil in dir nickt leise und denkt „Ja, das würde mir wahrscheinlich helfen“. Und fast im gleichen Moment meldet sich ein anderer Teil, der zögert, blockiert, ausweicht oder sagt, dass jetzt gerade vielleicht doch nicht der richtige Zeitpunkt ist.


Dein Zögern ist einfach ein Schutzmechanismus


Dieses Zögern fühlt sich oft an wie Unentschlossenheit oder mangelnde Motivation. In meiner Arbeit erlebe ich jedoch immer wieder, dass es etwas ganz anderes ist: ein Schutzmechanismus. Es ist ein inneres Innehalten, das aus Erschöpfung, Angst und Erfahrung entstanden ist.


Viele Menschen mit depressiven Verstimmungen haben nicht zu wenig Willen, sondern zu viel hinter sich. Zu viele Versuche, die nicht gehalten haben oder eben zu viele Anläufe, die mit Hoffnung begonnen und mit Selbstvorwürfen geendet sind, zu viele Momente, in denen man sich vorgenommen hat, etwas zu verändern – und irgendwann das Gefühl hatte, wieder gescheitert zu sein.


Dein Nervensystem ist noch auf Gefahr eingestellt


Wenn Hilfe dann erneut in Reichweite kommt, reagiert das Nervensystem oft nicht mit Erleichterung, sondern mit Vorsicht. Weil Hoffnung nicht nur schön ist, sondern auch verletzlich macht. Wer schon oft enttäuscht wurde, schützt sich davor, erneut etwas zu erwarten.

Zögern bedeutet in diesem Kontext nicht: Ich will keine Hilfe. Es bedeutet eher: Ich weiß nicht, ob ich die Kraft habe, es nochmal zu versuchen.


Dazu kommt, dass viele Menschen unbewusst glauben, sie müssten für Unterstützung einen bestimmten Zustand erreichen. Schlimm genug sein. Motiviert genug sein. Stabil genug sein. Oder im Gegenteil: erst komplett zusammenbrechen, um sich Hilfe „zu erlauben“. Auch das ist kein Zufall, sondern ein erlerntes Muster in einer Gesellschaft, die Durchhalten belohnt und Überforderung oft erst dann ernst nimmt, wenn nichts mehr geht.


Ein weiterer Punkt, den viele unterschätzen: Veränderung bedeutet nicht nur Verbesserung, sondern auch Verunsicherung. Selbst belastende Zustände sind vertraut. Man kennt sie. Man weiß, wie man darin funktioniert. Hilfe anzunehmen heißt auch, diese innere Ordnung zu verlassen, ohne zu wissen, was danach kommt. Für ein erschöpftes System kann genau das Angst auslösen.

Deshalb fühlt sich Unterstützung manchmal gleichzeitig richtig und bedrohlich an.


Du brauchst jetzt einen Rahmen, der dich trägt


Was in solchen Momenten nicht hilft, ist zusätzlicher Druck. Keine Sätze wie „Du musst nur wollen“ oder „Jetzt ist die Chance“. Was hilft, ist Halt. Ein Rahmen, der nicht fordert, sondern trägt. Ein Angebot, das nicht voraussetzt, dass du stark startest, sondern dich dort abholt, wo du gerade bist.



Genau aus diesem Grund habe ich mein 6-Wochen-Intensivprogramm bei Depression so aufgebaut, wie es ist. Nicht als Motivationskurs. Nicht als „Reiß dich zusammen“-Ansatz. Sondern als strukturierte Begleitung, die auch dann funktioniert, wenn deine Energie niedrig ist und deine Zuversicht schwankt.


Der Kurs arbeitet mit kleinen, machbaren Schritten, die nicht überfordern, sondern Stabilität aufbauen. Es gibt Inhalte für Tage, an denen wenig Kraft da ist, kurze Audioimpulse statt langer Aufgaben, und einen klaren verhaltenstherapeutischen Rahmen, der Orientierung gibt, ohne Druck zu erzeugen. Nach dem ersten Modul kannst du selbst entscheiden, womit du weiterarbeitest – je nachdem, was dich gerade am meisten belastet. Der Kurs passt sich dir an, nicht umgekehrt.

Und weil Rückfälle kein Zeichen von Versagen sind, sondern Teil von Veränderung, gibt es aktuell ein zusätzliches Bonusmodul zum Umgang mit Rückfällen, das genau für diese wackeligen Phasen gedacht ist.


Im Moment ist der Einstieg in das Programm um 100 € reduziert. Nicht, um dich zu drängen, sondern um die Hürde niedriger zu machen. Die Inhalte bleiben dieselben. Nur der erste Schritt soll leichter sein.


Wenn du also gerade zögerst, möchte ich dir das sagen: Dieses Zögern bedeutet nicht, dass du es nicht wert bist oder dass Hilfe dir nichts bringen würde. Es zeigt oft nur, dass du vorsichtig geworden bist – aus guten Gründen.

Vielleicht geht es gerade nicht darum, eine große Entscheidung zu treffen.Vielleicht reicht es, dir zu erlauben, Unterstützung nicht weiter aufzuschieben.


Du musst das nicht alleine entscheiden. Und du musst es auch nicht alleine tragen.

Wenn du dich hier wiedererkennst, findest du alle Informationen zum 6-Wochen-Intensivprogramm bei Depression über den Link hier. Der reduzierte Einstieg gilt aktuell noch für kurze Zeit.

Und egal, wie du dich entscheidest: Dein Zögern ist kein Fehler. Es ist ein Signal, das gesehen werden möchte.

 
 
 

1 Kommentar


Pechy Nck
Pechy Nck
24. Jan.

Ik ben blij met de helderheid en diepgang van dit stuk. De gesprekken over interactieve digitale diensten en hun gebruikersgerichte kenmerken zijn interessant. Op de website is er extra informatie over dit onderwerp te vinden. De voorbeelden die zijn gegeven, versterken het algemene begrip van het onderwerp.

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