Die Angst, nicht mehr alles im Griff zu haben
- Sophie Lauenroth
- 21. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Viele Menschen beschreiben Perfektionismus als etwas, das ihnen Struktur gibt, Orientierung, Halt. Etwas, das dabei hilft, den Überblick zu behalten, zuverlässig zu funktionieren und sich nicht im Chaos zu verlieren. Und oft stimmt das auch – zumindest eine Zeit lang. Was dabei jedoch selten offen ausgesprochen wird, ist die leise Angst, die darunter liegt: die Angst, dass alles kippt, wenn man einmal lockerlässt.
Diese Angst zeigt sich nicht immer dramatisch. Sie zeigt sich in kleinen inneren Impulsen. In dem Gedanken, noch einmal nachzusehen, obwohl man weiß, dass es eigentlich reicht. In dem Unbehagen, wenn man nichts tut. In der inneren Anspannung, die auftaucht, sobald man sich erlaubt, einen Gang runterzuschalten.
Viele Menschen merken erst sehr spät, dass sie weniger aus Überzeugung kontrollieren, sondern aus Sorge, was passieren könnte, wenn sie es nicht tun. Hinter der Angst, nicht mehr alles im Griff zu haben, steckt oft keine Lust auf Macht oder Perfektion, sondern ein tiefes Bedürfnis nach Sicherheit. Kontrolle wird dann nicht zum Zeichen von Stärke, sondern zur Strategie, um innere Unsicherheit zu regulieren. Wer früh gelernt hat, dass Verlässlichkeit, Leistung oder Angepasstheit wichtig sind, um gesehen zu werden oder nicht zur Last zu fallen, entwickelt häufig genau hier einen hohen inneren Anspruch. Nicht, weil er will, sondern weil er muss – zumindest fühlt es sich so an.
Das Schwierige daran ist, dass diese Form von Kontrolle lange gut funktioniert. Sie bringt Anerkennung, Stabilität, das Gefühl, alles im Griff zu haben. Und genau deshalb ist die Angst vor dem Loslassen so groß. Denn wenn Kontrolle Sicherheit bedeutet, fühlt sich jeder Gedanke an weniger Druck schnell wie ein Risiko an - wie ein innerer Kontrollverlust.
Viele Menschen sagen dann Sätze wie:
„Wenn ich nicht aufpasse, wird es chaotisch.“
"Wenn ich lockerlasse, verliere ich den Überblick.“
„Wenn ich mich nicht antreibe, passiert nichts mehr.“
Was dabei oft übersehen wird, ist, dass der Körper längst etwas anderes signalisiert. Er wird müde. Reizbarer. Unruhiger. Entspannung fühlt sich nicht mehr erholsam an, sondern fast bedrohlich. Nicht, weil Ruhe an sich gefährlich wäre, sondern weil das Nervensystem gelernt hat, dass Wachsamkeit Sicherheit bedeutet.
Loslassen heißt in diesem Zusammenhang nicht, alles fallen zu lassen. Es bedeutet auch nicht, Verantwortung abzugeben oder sich selbst aufzugeben. Es bedeutet vielmehr, schrittweise zu lernen, dass Sicherheit nicht nur über Kontrolle entsteht. Dass man Dinge auch halten kann, ohne sie permanent festzuhalten und dass man sich selbst vertrauen darf, ohne ständig einzugreifen.

Genau an dieser Stelle setzen viele meiner Inhalte an – auch in meinem Perfektionismus-Intensivkurs. Dort geht es nicht darum, den Anspruch abzubauen oder dich zu verändern, sondern zu verstehen, warum dein inneres System so stark auf Kontrolle setzt und wie du beginnen kannst, ein anderes inneres Sicherheitsgefühl aufzubauen. Eines, das dich nicht ständig unter Spannung hält.
Wenn du merkst, dass dich dieses Thema anspricht, kannst du dich unverbindlich auf die Warteliste setzen. Alle, die auf der Liste stehen, bekommen als Dankeschön einen großen Frühbucher-Rabattcode, sobald der Kurs öffnet (am 27.01.). Ganz ohne Verpflichtung – aber mit dem Vorteil, früher und günstiger starten zu können.

Zum Reinschnuppern habe ich außerdem eine kostenlose Audioübung, die sich genau mit diesem inneren Druck beschäftigt – mit dem Gefühl, alles im Griff behalten zu müssen, und der Frage, wie man innerlich ein kleines Stück davon lösen kann, ohne Angst zu bekommen. Viele nutzen diese Audio als ersten, sehr sanften Schritt, um überhaupt wahrzunehmen, wie viel Spannung sie tagtäglich mit sich tragen.
Vielleicht ist genau das der Anfang: nicht alles loszulassen, sondern erst einmal zu verstehen, warum du so festhältst. Und dir zu erlauben, langsam herauszufinden, wie sich Sicherheit auch anders anfühlen kann.
Wenn du magst, begleite ich dich dabei.






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