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6 Anzeichen, dass du gar nicht merkst, wie du dich selbst kaputt machst


Es gibt eine Art von Erschöpfung, die fällt sofort auf.Wenn nichts mehr geht, wenn man weint, zusammenbricht und nicht mehr funktioniert. Vielleicht warst du schon mal an diesem Punkt.


Und dann gibt es diese andere Form, die viel leiser ist und genau deshalb so gefährlich wird, weil sie so normal aussieht.Sie kommt ohne großes Warnsignal und meist auch ohne eine sichtbare Krise. Sie tarnt sich als Disziplin, als Ehrgeiz, als „Ich krieg das schon hin“. Und oft wird sie sogar belohnt.



Ich sehe das ständig in meiner Arbeit.Und ich kenne es ehrlich gesagt auch aus meinem eigenen Leben. Ich war jahrelang auch so. Wollte immer "die Starke" sein und immer funktionieren.


Menschen mit hohem Anspruch merken oft sehr spät, dass sie längst über ihre Grenzen gehen, weil das, was sie tun, für sie einfach Alltag ist. Normal. So macht man das halt.


Hier sind sechs Anzeichen, die viele Perfektionist:innen für selbstverständlich halten – und die innerlich enorm viel kosten.



1. Du bist selten wirklich zufrieden, selbst wenn objektiv alles gut gelaufen ist


Vielleicht kennst du diesen Moment: Du hast etwas erledigt, ein Projekt abgeschlossen, etwas abgegeben. Von außen betrachtet passt alles. Und trotzdem stellt sich innerlich kein echtes Aufatmen ein.

Stattdessen tauchen sofort Gedanken auf wie:„Da hätte ich noch klarer sein können.“„Beim nächsten Mal mache ich das anders.“„So richtig gut war das noch nicht.“

Ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Dieses kurze Mini-Aufatmen – und dann sofort der innere Blick nach vorne, auf das, was noch fehlt oder besser sein müsste. Zufriedenheit fühlt sich dann fast verdächtig an, als dürfe sie nicht lange bleiben.

Was dabei passiert: Dein inneres System lernt, dass Entlastung nie ganz erlaubt ist. Dass es keinen Punkt gibt, an dem man wirklich fertig sein darf.



2. Entspannung fühlt sich für dich oft seltsam unruhig an


Viele Menschen mit hohem Anspruch nehmen sich Pausen.Sie sitzen auf dem Sofa, gehen spazieren, haben theoretisch frei. Und trotzdem bleibt innerlich etwas angespannt.

Der Körper ruht, der Kopf nicht. Gedanken springen, To-dos melden sich, manchmal kommt sogar ein schlechtes Gewissen hoch, obwohl man rational weiß, dass eine Pause sinnvoll wäre.

Ich habe lange gedacht, das sei einfach meine Art. Dass ich eben jemand bin, der schwer abschalten kann. Erst später habe ich verstanden, dass mein Nervensystem sehr lange gelernt hatte, wachsam zu bleiben – auch dann, wenn objektiv nichts mehr zu tun war.

Wenn Ruhe innerlich Stress auslöst, ist das kein Zeichen von Faulheit. Oft ist es ein Hinweis darauf, wie lange dein System schon auf Spannung läuft.


3. Du funktionierst zuverlässig, auch wenn du innerlich längst müde bist


Nach außen wirkst du stabil.Du erscheinst, organisierst, erledigst, hältst durch. Vielleicht bekommst du sogar oft Rückmeldungen dafür, wie gut du alles im Griff hast.

Und gleichzeitig merkst du innerlich, dass selbst kleine Dinge mehr Kraft kosten als früher.

Dieses Funktionieren ist nichts, wofür man sich schämen müsste. Es ist oft etwas, das sehr früh gelernt wurde: stark sein, bloß keine Umstände machen, alles im Griff behalten.

Das Problem ist nicht das Funktionieren an sich.Das Problem ist, dass es kaum Pausen kennt – und dass die Müdigkeit dabei lange ignoriert wird.


4. Deine innere Stimme ist deutlich strenger als die, die du bei anderen hättest


Mit anderen bist du verständnisvoll. Du siehst ihre Grenzen, ihre Fehler, ihre Überforderung. Du würdest nie so hart mit ihnen sprechen, wie du es mit dir selbst tust.

Bei dir selbst gelten andere Regeln.

Kleine Fehler werden innerlich nachbearbeitet. Gespräche gehen dir noch einmal durch den Kopf. Du denkst darüber nach, wie du hättest reagieren sollen, klarer sein können, souveräner wirken.

Diese innere Strenge fühlt sich oft normal an, fast notwendig. Dabei ist sie für viele ein dauerhafter Stressfaktor, der kaum zur Ruhe kommt.


5. Du redest deine eigene Belastung klein


Sätze wie„So schlimm ist es ja nicht.“„Andere haben es viel schwerer.“„Ich komme schon klar.“

klingen vernünftig. Und sie helfen kurzfristig, weiterzumachen.

Langfristig sorgen sie dafür, dass deine eigenen Grenzen immer weiter nach hinten rutschen. Dass Belastung normalisiert wird, statt ernst genommen zu werden.

Ich erlebe oft, dass Menschen erst dann innehalten, wenn der Körper sehr deutlich reagiert – vorher wird vieles einfach ausgehalten.


6. Du merkst erst sehr spät, dass es zu viel war


Viele Perfektionist:innen haben ein schlechtes Gespür dafür, wann genug ist. Meistens weil sie gelernt haben, körperliche Warnsignale zu übergehen.

Erschöpfung wird dann oft erst wahrgenommen, wenn sie sich nicht mehr ignorieren lässt. Wenn Schlaf nicht mehr erholt, wenn emotionale Leere entsteht oder der Körper deutlicher protestiert.

Was lange leise war, wird plötzlich laut.

Wenn du dich in mehreren dieser Punkte wiedererkennst, dann heißt das nicht, dass du kaputt bist oder etwas falsch machst.



Es heißt vor allem, dass dein hoher Anspruch lange eine wichtige Funktion hatte – und dass er heute mehr kostet, als er dir gibt.

Genau an dieser Stelle setze ich in meinem Perfektionismus-Intensivkurs an. Hier geht es nicht darum, deinen Anspruch loszuwerden oder dich zu verändern, sondern darum, den inneren Druck zu lösen, der sich darunter aufgebaut hat. Es geht darum, neue innere Erfahrungen von Sicherheit zu machen, die nicht über Leistung oder Kontrolle entstehen, sondern über ein anderes Erleben im Alltag.

Viele der Teilnehmer:innen haben mir gesagt, dass sie sich zum ersten Mal nicht weiter optimieren mussten, sondern sich selbst wirklich verstanden gefühlt haben.





Letzte Chance auf den Frühbucherrabatt


Der Kurs ist aktuell noch zum Frühbucherpreis von 99 € statt 149 € erhältlich.Der Rabatt gilt nur noch bis heute um Mitternacht mit dem Code FRUEHBUCHER.

Danach wird der Kurs nicht mehr zu diesem Preis angeboten.

Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass dich dieser Text trifft, dann vielleicht nicht, weil du schwach bist, sondern weil du sehr lange stark gewesen bist.

Und vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment, den inneren Druck nicht weiter alleine zu tragen.



 
 
 

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