5 kleine Gewohnheiten, die meinen Selbstzweifel leiser gemacht haben
- Sophie Lauenroth
- 20. Feb.
- 4 Min. Lesezeit

Selbstzweifel haben sich bei mir nie wie ein dramatisches Problem angefühlt. Sie waren nicht immer super laut, auch nicht zerstörerisch im Außen, nicht so, dass man sofort gesagt hätte: „Da stimmt etwas nicht.“ Sie waren eher wie ein permanentes Hintergrundrauschen. Ein ständiges inneres Überprüfen, ein gedankliches Nachjustieren, ein leises „War das jetzt richtig?“ nach fast jeder Entscheidung, jedem Gespräch, jedem Schritt, den ich gegangen bin.
Ich habe lange geglaubt, das sei einfach ein Teil von mir und dass ich eben reflektiert, gewissenhaft und verantwortungsbewusst bin. Und all das stimmt wahrscheinlich auch. Nur habe ich irgendwann gemerkt, dass zwischen gesunder Reflexion und chronischem Selbstzweifel ein Unterschied liegt. Reflexion hilft dir, dich zu entwickeln. Selbstzweifel halten dich klein, weil sie dich permanent infrage stellen.
Was mir geholfen hat, war keine radikale Transformation und kein plötzlicher Durchbruch, sondern ein paar kleine Gewohnheiten, die ich immer wieder geübt habe. Unspektakulär im Außen, aber tiefgreifend im Inneren.
1. Ich habe begonnen, Entscheidungen bewusst stehen zu lassen
Früher war mein erster Impuls nach einer Entscheidung oft, sie noch einmal zu überprüfen. Habe ich das richtig formuliert? War das klug? Hätte ich diplomatischer sein sollen?
Irgendwann habe ich angefangen, mir eine einfache Regel zu setzen: Wenn ich eine Entscheidung aus einer ruhigen, klaren Haltung heraus getroffen habe, dann darf sie stehen bleiben. Ohne nachträgliches Überprüfen. Das bedeutet nicht, dass ich nicht mehr reflektiere, aber ich zwinge mich nicht mehr automatisch in diesen Korrekturmodus, nur weil Stille entsteht oder niemand sofort reagiert.
Diese kleine Veränderung hat viel verschoben, weil sie meinem Gehirn signalisiert hat, dass nicht jede Unsicherheit ein Beweis für einen Fehler ist.
2. Ich habe gelernt, zwischen Verhalten und Identität zu unterscheiden

Einer der größten Verstärker von Selbstzweifeln war für mich die Vermischung von Handlung und Identität. Wenn etwas nicht optimal lief, fühlte es sich schnell so an, als sei ich nicht gut genug. Ein ungeschickter Satz oder ein Fehler wurde gleich zu einem Beweis für mangelnde Kompetenz, eine falsche Entscheidung zu einem Hinweis auf grundlegende Unfähigkeit.
Heute versuche ich, viel bewusster zu trennen. Ein Verhalten kann unklug gewesen sein. Eine Entscheidung kann nicht ideal gewesen sein. Aber das sagt nichts über meinen grundsätzlichen Wert aus. Diese Differenzierung klingt theoretisch selbstverständlich, aber im Alltag ist sie entscheidend. Sie verhindert, dass aus einem einzelnen Fehler eine globale Selbstabwertung wird.
Gerade im Selbstzweifel Kurs arbeiten wir sehr intensiv mit dieser Unterscheidung, weil sie oft der Schlüssel ist, um aus alten Gedankenschleifen auszusteigen.
3. Ich habe aufgehört, jeden inneren Gedanken ernst zu nehmen
Früher habe ich meine Gedanken oft wie Tatsachen behandelt. Wenn ich dachte: „Das war bestimmt peinlich“, dann fühlte sich das automatisch wie eine Realität an. Ich habe selten hinterfragt, ob dieser Gedanke wirklich stimmt oder ob er einfach nur aus einem alten Muster entsteht.
Heute frage ich mich öfter: Ist das ein Fakt – oder ist das eine alte Stimme? Diese kleine Frage schafft Abstand. Sie verhindert, dass jeder selbstkritische Impuls sofort zu einer Wahrheit wird.
Genau dafür habe ich auch die Audio „Ich bin gut genug“ entwickelt, die es kostenlos zum Reinschnuppern aus meinem Selbstzweifel Kurs gibt. Sie hilft dabei, diesen inneren Ton bewusst wahrzunehmen und nicht automatisch mitzugehen, sondern ihn für einen Moment leiser zu stellen.
4. Ich habe meinen Maßstab überprüft
Ein großer Teil meiner Selbstzweifel entstand nicht aus mangelnder Fähigkeit, sondern aus einem verzerrten Maßstab. Ich habe mich oft mit Menschen verglichen, die in ganz anderen Lebensphasen waren, andere Ressourcen hatten oder ganz andere Startbedingungen. Und ich habe meine Leistungen selten als ausreichend betrachtet, weil ich mich immer an der nächsthöheren Stufe orientiert habe.
Irgendwann habe ich begonnen, meinen Maßstab bewusst zu hinterfragen. Wer hat diese Erwartungen eigentlich definiert? Nach welchen Kriterien messe ich mich? Und sind diese Kriterien wirklich fair? Diese Reflexion hat mir gezeigt, dass ich mich häufig nach äußeren, sehr strengen Standards bewertet habe, die wenig mit meinem tatsächlichen Weg zu tun hatten.
5. Ich habe mir erlaubt, nicht ständig an mir zu arbeiten
Das klingt paradox, gerade wenn man sich mit persönlicher Entwicklung beschäftigt. Aber es war ein wichtiger Schritt für mich, nicht jeden Tag als Optimierungsprojekt zu sehen. Es gab Phasen, in denen ich das Gefühl hatte, ständig an mir arbeiten zu müssen, um irgendwann „fertig“ oder „genug“ zu sein.
Heute weiß ich, dass Entwicklung kein Dauerzustand von Selbstkorrektur sein muss. Es darf auch Tage geben, an denen ich einfach bin, ohne mich zu analysieren, ohne mich zu verbessern, ohne mich zu bewerten. Diese Erlaubnis hat etwas Beruhigendes. Sie signalisiert meinem System, dass ich nicht permanent unter Beobachtung stehe.
Wenn du merkst, dass dich Selbstzweifel regelmäßig ausbremsen, dann ist genau das ein Thema, dem wir im Selbstzweifel Kurs ausführlich Raum geben. Der Kurs ist in zwei Versionen wieder vom 24.03. - 07.04.2026 erhältlich. Und falls du erst einmal sanft anfangen möchtest, kannst du dir die kostenlose Audio anhören und ausprobieren, wie es sich anfühlt, für ein paar Minuten nicht gegen dich zu arbeiten.
Selbstzweifel verschwinden nicht über Nacht. Sie sind oft über Jahre gewachsen, manchmal sogar über Jahrzehnte. Aber sie müssen nicht dein dauerhafter Begleiter bleiben. Kleine Gewohnheiten, die du regelmäßig übst, können dein inneres Klima verändern, ohne dass du dich komplett neu erfinden musst.

Genau darum geht es auch in meinem neuen Buch „Schreib’s dir von der Seele“, das am 29.4. erscheint. Dort geht es darum, Dinge loszulassen, die uns klein halten – Gedanken, Erwartungen, alte Rollen. Nicht, indem wir uns zwingen, anders zu sein, sondern indem wir verstehen, woher diese Muster kommen und wie wir ihnen Schritt für Schritt weniger Macht geben.






Ik ben dankbaar voor de inspanningen die in dit artikel zijn gestoken. De discussie over interactieve digitale diensten ontbreekt echter aan een uitgebreide beoordeling van de mogelijke nadelen. Op de website is aanvullende informatie over dit onderwerp beschikbaar. Een duidelijker begrip zou de algehele analyse verbeteren.